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KOF Alumni Engagement Metrics Framework

1 Ausgangslage Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich plant derzeit den Aufbau eines Alumni-Netzwerks. Bisher existieren keine formalisierten Strukturen oder strategischen Instrumente für systematisches Alumni-Engagement oder Stakeholder-Management. Internationale Best Practices, wie das „CASE Alumni Framework» und dort insbesondere die Umfrage und das Engagement Metrics Framework, bieten erprobte Messinstrumente, die jedoch bislang noch nicht auf die spezifischen Bedürfnisse einer angewandten Forschungsinstitution wie der KOF übertragen wurden. In dieser Diplomarbeit wird untersucht, wie das CASE-Framework theoretisch fundiert an die spezifischen Bedürfnisse der KOF angepasst werden kann, um bereits in der Aufbauphase des Netzwerks ein valides Alumni-Management zu etablieren in dem man Engagement evidenzbasiert steuert und misst. 2 Problemstellung • Theoretische Ansätze zum Engagement (z. B. Self Determination Theory, Social Exchange Theory) wurden bisher an der KOF nicht in strategischer Form berücksichtigt. • Die KOF verfügt über keine bestehenden Messgrössen oder Instrumente zur Erfolgsmessung eines Alumni-Netzwerks. • In der Praxis bestehende Erhebungsinstrumente (insbesondere CASE) müssen an die Besonderheiten und Bedürfnisse angewandter Forschungseinrichtungen wie die KOF angepasst worden. 3 Zielsetzung • Theoriegeleitete Analyse relevanter Engagement-Theorien. • Analyse und Adaption des CASE-Frameworks als Messinstrument. • Empirische Untersuchung mittels angepasster CASE-Umfrage bei KOF-Alumni. • Zusätzliche qualitative Befragung von Alumni-Netzwerkbetreibern. • Entwicklung evidenzbasierter Handlungsempfehlungen, wie spezifische Engagement-Messgrössen positiv beeinflusst werden können. 4 Forschungsfrage Die nachfolgenden aufgelisteten Forschungsfragen strukturieren die gesamte Arbeit. Besonders die Umfrage unter den KOF-Alumni soll gezielt dazu beitragen, konkrete Engagement-Dimensionen zu validieren, für die KOF relevante Messgrössen zu identifizieren und daraus ableitbare Steuerungsimpulse für die KOF zu formulieren. Es ergeben sich folgende Forschungsfragen: • Welche Engagement‑Dimensionen sind für KOF‑Alumni besonders relevant? • Welche spezifischen Messgrössen lassen sich aus der Synthese von Theorie und Erfahrungswerten anderer Netzwerkbetreiber ableiten? • Wie lassen sich diese Messgrössen gezielt positiv beeinflussen? 5 Arbeitsfragen Um Forschungsfrage aus Kapitel 4 zu beantworten, sind folgende Arbeitsfragen leitend: • Welche Elemente des CASE-Frameworks sind für die KOF adaptierbar und welche nicht? • Welche theoretischen Konzepte aus SDT (Self Determination Theory) und SET (Social Exchange Theory) korrespondieren mit den CASE-Dimensionen? • Wie bewerten Alumni-Netzwerkbetreiber den Einsatz von Metriken im Engagement-Management? • Welche Empfehlungen lassen sich aus Theorie, Umfrage und Interviews ableiten, um die Messgrössen effektiv zu beeinflussen? 6 Problemlösungsansatz Die vorliegende Arbeit folgt einem triangulativen Ansatz, der verschiedene Methoden der Datenerhebung, nämlich Recherche, Umfrage und Interviews, kombiniert. Im Fokus steht die Literaturstudie zur Erfassung der bestehenden wissenschaftlichen Theorie. Das vorliegende Modell wird durch das in der Praxis eingesetzte CASE-Framework sowie durch eine Befragung potenzieller KOF-Alumni-Mitglieder und von Betreibern bestehender Alumni-Netzwerke ergänzt. Theorie Relevanz für die Arbeit Schlüsselautor:innen Self-Determination Theory (SDT) Motivation & freiwilliges Engagement Gangé & Deci (205) Social Exchange Theory (SET) Reziprozität & Erwartungsmanagement Cropanzano & Mitchell (2005) CASE Framework (Alumni Engagement Metrics) Operationale Messung & Strukturierung CASE (2018, 2023) Zur Interpretation besonders einflussreicher Netzwerkrollen einzelner Alumni wird ergänzend auf das Konzept der «Structural Holes» nach Burt (1992) zurückgegriffen werden. Dieses liefert eine strukturtheoretische Perspektive auf die Funktion von Alumni als Brückenpersonen zwischen der KOF und externen Institutionen (z. B. Wirtschaft, Verwaltung, Politik) und ergänzt die individualpsychologischen und tauschlogischen Perspektiven von SDT und SET um eine netzwerkstrategische Komponente. 7 Methodisches Vorgehen 7.1 Grober Ablauf 7.2 Instrumentenanalyse & Fragebogenentwicklung • Detaillierte Analyse der CASE-Indikatoren, Vergleich mit theoretischem Rahmen (SDT, SET). • Entwicklung eines angepassten Fragebogens zur Erhebung unter (potenziellen) KOF-Alumni. • Entwicklung eines halbstrukturierten Interviewleitfadens für Alumni-Netzwerkbetreiber zur qualitativen Ergänzung. 7.3 Stichprobe & Datenerhebung • Zielpopulation: ca. 50 potenzielle KOF‑Alumni; Online-Survey mit standardisiertem Fragebogen. Es wird eine Rücklaufquote von 40–50 % angestrebt (n ≈ 20–25), um aussagekräftige Tendenzen zu erkennen und Analysen durchzuführen. • Ergänzend werden 2–3 Expert:innen aus dem Bereich Alumni-Management (z. B. ETH-Alumni, Fachhochschulen, internationale Forschungsinstitute) interviewt. Die genauen Personen sind noch zu definieren Diese qualitative Perspektive dient der kontextualisierten Validierung und Weiterentwicklung der Messgrössen. 7.4 Analyseverfahren • Die Umfragen Auswertung erfolgt auf Basis einfacher, aber aussagekräftiger Verfahren, die sich auch bei kleiner Stichprobe anwenden lassen: o Deskriptive Statistik zur Darstellung zentraler Tendenzen. o Reliabilitätsprüfung mittels Cronbach‑α zur internen Konsistenz von Skalen. o Korrelationsanalysen zur Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Engagement-Faktoren und Motivation/Bindung. • Die qualitative Auswertung der Interviews erfolgt durch Inhaltsanalyse (nach Mayring), um Erfolgsfaktoren und Erfahrungen der Alumni-Netzwerkbetreiber systematisch zu extrahieren. 8 Erwarteter Erkenntnis- & Praxisnutzen • An die KOF angepasste, validierte Engagement-Messgrössen. • Evidenz basierte Handlungsempfehlungen zur gezielten Beeinflussung dieser Messgrössen. • Beitrag zum Aufbau eines belastbaren Alumni-Managements an der KOF. 9 Vorläufige Kapitelgliederung 1. Einleitung 2. Theoretischer Hintergrund 3. Instrumentenanalyse: CASE & Theorie 4. Umfrage & Interviews 5. Ergebnisse & Diskussion 6. Handlungsempfehlungen & Messgrössen 7. Fazit A. Anhang 10 Zeitplan Kalenderwoche Meilensteine Zeitraum KW 25–26 Literatur & Theorie analysiert 16.Juni – 27.Juni KW 27–28 Feldphase (Survey) durchgeführt 30.Juni – 11.Juli KW 29–30 Datenanalyse & Interviews durchgeführt 14.Juli – 25.Juli KW 31–32 Synthese & Empfehlungen geschrieben 28.Juli – 8.August KW 33 Finalisierung & Druck erledigt 11.August – 15.August KW 34 Abgabe Diplomarbeit 19. August Termine mit dem Experten sind noch zu definieren. 11 Abgrenzung Die Bedeutung von Alumni-Netzwerken und ihr Nutzen wurden bereits in einer vorhergehenden Arbeit untersucht. In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der darunterliegenden Ebene der Interaktionen und Erwartungen der Einzelnen sowie der Organisation und deren gegenseitiger Interaktion und deren Auswirkungen auf das Engagement. Daraus folgt, dass sich diese Arbeit nicht mit dem Thema Alumni-Netzwerke im Allgemeinen und den dazugehörigen Theorien befasst. Die Arbeit konzentriert sich explizit auf die spezifischen Herausforderungen und Bedürfnisse der KOF und ihrer Alumni. Ein umfassender Vergleich unterschiedlicher Organisationen und Hochschularten ist nicht Gegenstand dieser Arbeit. Vielmehr steht die Entwicklung eines massgeschneiderten, praxisnahen Konzepts für die KOF im Vordergrund. Internationale und übergreifende Erkenntnisse werden dann berücksichtigt, wenn sie für die KOF in ihrem Umfeld direkt adaptierbar sind. Um das Umfangslimit einzuhalten, konzentriert sich die Arbeit auf ausgewählte Theorien (SDT, SET) und eine gezielte Kombination mit den Engagement-Dimensionen des CASE-Frameworks. Ergänzend kann punktuell auf kontextrelevante Netzwerkansätze (z. B. Burt, 1992: Structural Holes) zurückgegriffen werden, sofern sie zur Interpretation spezifischer Engagement Muster einzelner Alumni beitragen und das zentrale Theoriegerüst nicht erweitern. Umfassende historische oder ländervergleichende Analysen werden nicht vorgenommen. Statistische Verfahren werden begrenzt auf: • Reliabilitätsprüfung mittels Cronbach‑α zur internen Konsistenz von Skalen. • Korrelationsanalysen zur Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Engagement-Faktoren und Motivation/Bindung. • Die qualitative Auswertung der Interviews erfolgt durch Inhaltsanalyse (nach Mayring), um Erfolgsfaktoren und Erfahrungen der Alumni-Netzwerkbetreiber systematisch zu extrahieren 12 Risiken • Sicherstellung ausreichender Rücklaufquoten bei den Umfragen und Interviews. Wegen Ferienzeit im Sommer. • Fehlschlagen der Synthese wegen der Komplexität. • Zeitdruck und Ressourcenknappheit durch anderweitige berufliche und private Herausforderungen. 13 Vorläufiges Literaturverzeichnis • CASE (2018): "CASE Global Alumni Engagement Metrics Task Force Report". Council for Advancement and Support of Education. https://www.case.org/research/surveys/case-insights-alumni-engagement • CASE (2023): "CASE Alumni Engagement Metrics Update". Council for Advancement and Support of Education. • Cropanzano, R., & Mitchell, M. S. (2005): "Social Exchange Theory: An Interdisciplinary Review". Journal of Management, 31(6), 874–900. • Gagné, M., & Deci, E. L. (2005): "Self-determination theory and work motivation". Journal of Organizational Behavior, 26(4), 331–362. • Burt, R. S. (1992): Structural Holes: The Social Structure of Competition. Cambridge, MA: Harvard University Press. • Mayring, P. (2015): "Qualitative Inhaltsanalyse – Grundlagen und Techniken". 12. Auflage. Weinheim: Beltz.

Summary

My company, KOF ETH Zurich, is developing an Alumni Engagement Metrics Framework to help applied research institutions build and measure effective alumni networks with evidence-based engagement strategies and validated measurement tools.

Problem statement

The KOF (Konjunkturforschungsstelle) struggles with the lack of formalized structures and strategic instruments for systematic alumni engagement and stakeholder management, which prevents them from building an effective alumni network and measuring engagement success.

Solution

Develop a customized alumni engagement measurement framework for KOF by adapting the proven CASE Alumni Framework through theoretical foundations (Self-Determination Theory and Social Exchange Theory) and empirical validation via alumni surveys and expert interviews. This framework will provide KOF with specific, evidence-based metrics to systematically measure and strategically influence alumni engagement from the network's launch phase. The solution includes actionable recommendations for positively impacting key engagement dimensions identified as most relevant for KOF's applied research context.

Growth metric

The key metric to focus on is Alumni Engagement Score (measured through the adapted CASE framework combining frequency of interactions, depth of involvement, and value exchange between KOF and alumni). To scale this metric to affect 1 million people, the company should create a digital platform that enables KOF alumni to share economic insights and research findings with their professional networks, and establish a certification program that trains alumni to become economic literacy ambassadors in their respective industries and regions.